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Fortschreiten der Krankheit wird sichtbar gemacht
Neues Verfahren gibt Auskunft über Alzheimer-Status
Forscher von der University of Queensland in Brisbane und der University of California at Los Angeles haben hochauflösende Abbildungen erzeugt, die das dynamische Voranschreiten des Gewebeverlusts in den Gehirnen von Alzheimerpatienten darstellen.
Die Ergebnisse, in der Februar-Ausgabe des Magazins Neuroscience veröffentlicht, zeigen auf, wie sich Alzheimer, verglichen mit dem normalen Alterungsprozess, fortschreitend im Gehirn ausbreitet.

Die gewonnenen Informationen sind entscheidend, um den Verlauf der Krankheit zu verstehen und Behandlungserfolge entsprechend abbilden zu können. Die Forscher fanden heraus, dass der Verlust grauer Substanz, welcher mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird, sich mit der Zeit von den Gedächtnis- und Sprachbereichen des Gehirns auf die vorderen und weiter hinten gelegenen Regionen ausbreitete.

Gehirnbereiche, die an motorisch-sensorischen Funktionen beteiligt sind, blieben dagegen weitestgehend verschont. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der voranschreitende Gewebeverlust in der linken Gehirnhälfte größer war als in der rechten.

Die neuartigen Abbildungsmethoden, die in der Studie eingesetzt wurden, können gegenüber traditionellen Methoden voraussichtlich als geeigneter biologischer Indikator bei klinischen Versuchen zu neuen Behandlungen fungieren.

Die Wissenschaftler setzten die Kernspintomographie-Technologie ein, um Alzheimerpatienten und normale ältere Personen in sub-millimetergenauer räumlicher Auflösung zu scannen. Unter Verwendung von Supercomputern erzeugten Forscher der farbkodierte Abbildungen, die den degenerativen Ablauf der Alzheimerkrankheit aufzeigten. Das Voranschreiten des Verlusts grauer Substanz korrelierte stark mit dem zunehmenden Verlust kognitiver Funktionen.

"Während neue Behandlungs- und Diagnosemethoden für Alzheimer ständig entwickelt und mit variierendem Erfolg getestet werden, bleiben die Anwendung hoch entwickelter Kernspintomographien zusammen mit kognitiven Test noch immer die Standardmethode, um die Muster des Gehirngewebeverlusts quantitativ sichtbar zu machen, die mit dem Voranschreiten der Krankheit bei lebenden Patienten verbunden sind," so Professor David Doddrell vom Zentrum für Kernspintomographie in Queensland.

"Die einzigartigen, qualitativ hochwertigen Längsschnitt-Bilddaten des CMR haben Schlüsselentwicklungen von Analysemethoden vorangetrieben, die dem Voranschreiten der Krankheit nachgehen," erklärt Prof. Paul Thompson aus Los Angeles. "Unsere gemeinsamen Ausarbeitungen haben gezeigt, dass es möglich ist, die zeitliche Dynamik von Alzheimer als Defizitausbreitung im Gehirn darzustellen. Dieses Wissen birgt enorme Hoffnungen, jene genetischen und intervenierenden Faktoren aufzudecken und zu verstehen, die das Voranschreiten der Krankheit beeinflussen", resumierte Thompson.

idw

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