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News > Forschung > Forschung
Alzheimer-Defizite auf Bild gebannt
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22.02.2003
Dr. Paul Thompson und Kollegen von der David Geffen School of Medicine an der University of California in Los Angeles analysierten sequentielle Gehirn-MRIs, die alle zwei Jahre lang im Abstand von drei Monaten bei Alzheimer-Patienten im Durchschnittsalter von 68,4 Jahren aufgenommen worden waren. 14 gesunde Personen im Alter von durchschnittlich 71,4 Jahren dienten als Vergleichsgruppe.

Die Videotechnik nutzt winzige Veränderungen des MRI über die Zeit, um die sequentielle Zerstörung zunächst in den temporalen und limbischen Bereichen des Kortex zu demonstrieren. Danach werden die frontalen und occipitalen Gehirnbereiche in Mitleidenschaft gezogen. Der sensomotorische Kortex dagegen bleibt weitgehend ausgespart. Beeinträchtigt war vor allem die linke Hemisphäre. Die im Bild feststellbaren wachsenden Defizite korrelierten mit der progressiven Verschlechterung des kognitiven Status (p kleiner 0.0006) und spiegelten zugleich die Anhäufung neurofibrillärer Strkturen in den betroffenen Regionen wider, die man bei der Autopsie beobachten kann. Zwei Jahre nach Studienbeginn war praktisch das ganze Gehirn betroffen mit Ausnahme des visuellen Kortex und anderer Gebiete, die ausgespart blieben.

Während die Probanden der Vergleichgruppe lediglich 0,9 Prozent an grauer Hirnsubstanz pro Jahr verloren, waren dies in der Gruppe der Alzheimer-Patienten 5,3 Prozent. In der linken Hemisphäre war der Substanzverlust signifikant schneller (p kleiner 0.029). Gehirnregionen, welche Gedächtnisfunktionen repräsentieren, zeigten sogar einen Verlust von bis zu zehn Prozent grauer Hirnsubstanz pro Jahr. Während die frontalen Hirnregionen zu Beginn der Erkrankung fast gänzlich ausgespart blieben, verloren sie im späteren Stadium der Erkrankung mit bis zu 15 Prozent wesentlich schneller an grauer Hirnmasse als die anderen Bereiche.

MEDICA.de; Quelle: Journal of Neuroscience 2003, Vol. 23, S. 994-1005



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