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AVK häufiger als
gedacht |
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13/02/2003
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Etwa ein Drittel
der 6.880 über 65-jährigen Teilnehmer der Studie
"getABI" (German Trial on Ankle Brachial Index) leiden
an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (AVK),
der koronaren Herzkrankheit oder cerebrovaskulären
Erkrankungen.
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Die Studie wird in 344 Praxen
durchgeführt, die Auswertung erfolgt in der Abteilung
für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
der Ruhr-Universität Bochum.
Mit herkömmlichen
Untersuchungsmethoden werden nur die Hälfte der
AVK-Fälle richtig diagnostiziert. Verlässliche Daten zur
Häufigkeit der AVK in der deutschen Bevölkerung fehlten
deshalb bisher. Die Studie "getABI" ermittelt zum einen
die tatsächliche Häufigkeit der AVK bei Patienten über
65 Jahren anhand des Knöchel-Arm-Index (Ankle Brachial
Index, ABI). Dazu messen sie den Blutdruck an der
Pulsader und in der unteren Wadenregion und vergleichen
diese Werte. Erstes Ergebnis: Etwa jeder fünfte
untersuchte Patient hat mit hoher Wahrscheinlichkeit
eine AVK.
Zusätzlich zu dieser
Querschnittuntersuchung gehört zu "getABI" eine
Längsschnittstudie: Über drei Jahre hinweg werden die
Teilnehmer immer wieder untersucht und ihr
Gesundheitszustand wird verfolgt. Dabei geht es vor
allem darum, ein Risikoprofil für AVK-Patienten zu
bestimmen. Dazu gehören die Wahrscheinlichkeit von
Herzinfarkt und Schlaganfall sowie ihre Sterblichkeit im
Vergleich zu Patienten ohne AVK. Wichtiges Anliegen von
„getABI“ ist es außerdem, das Problembewusstsein der
Ärzte zu ermitteln. Sie füllen dazu einen
Awareness-Fragebogen aus. Basierend auf diesen Daten
hoffen die Forscher, rationale Maßnahmen zur Vorsorge
und Therapie der AVK ableiten zu können.
Um
qualitativ hochwertige und repräsentative Daten zu
erhalten, wurden für "getABI" die 344 beteiligten Praxen
besonders sorgfältig ausgewählt: Ihre geografische
Verteilung und das Verhältnis von Allgemeinärzten zu
Internisten entspricht den Verhältnissen in ganz
Deutschland.
MEDICA.de; Quelle: getABI |
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Spezialtraining
vermindert Kreuzbandrisse |
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13/02/2003
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Ein spezielles
neuromuskuläres und proproceptives Training kann die
Quote an Kreuzbandrissen um bis zu 74 Prozent
reduzieren.
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| Wie springe
ich richtig?
?LINE> | Das zeigt eine
Studie der Santa Monica Orthopaedic and Sports Medicine
Research Foundation in Kalifornien. An dieser
Untersuchung nahmen Fussballerinnen teil, von denen man
weiß, dass sie bis zu achtfach häufiger einen Riss der
Kreuzbänder erleiden als ihre männlichen Kollegen. Die
Wissenschaftler in Kalifornien entwickelten ein Programm
namens „Prevent Injury Enhance Performance Program“
(PEP). Grundlage des Programms sind spezielle Übungen
zur Dehnung, Knie- und Oberschenkelbeugung und
Dehnungen. Außerdem wird den jungen Spielerinnen
beigebracht, beim Hochspringen mit er richtigen
Beinhaltung auf dem Boden zu landen und möglichst
knieschonend zu laufen.
Die Vermittlung der
Übungen läuft recht simpel: Ein 20-minütiges Videoband
enthält alles Wesentliche, wird dem Trainer überreicht,
der es dann seiner weiblichen Mannschaft vorspielt.
Getestet wurde das Programm in einem
Sommer-Trainingslager für Fußballerinnen. Die Teilnahme
war freiwillig. Nicht teilnehmende Mannschaften dienten
als Kontrollgruppe. Das Trainingsprogramm wurde danach
drei Mal wöchentlich durchgezogen und die Ergebnisse
während der Saison 2000 und 2001 verfolgt.
In
der Saison 2001 rissen bei vier von 844 Fußballerinnen
die Kreuzbänder. In der Kontrollgruppe jedoch bei 32
Damen von 1.913. Auf der Basis dieser Ergebnisse wollen
die Centers for Disease Control and Prevention und die
National Collegiate Athletic Association diese
Untersuchung mit Basketballerinnen wiederholen, wie die
PEP-Studienleiterinnen auf dem 70. Jahreskongress der
American Academy of Orthopaedic Surgeons in New Orleans
berichteten. Experten unterstützten die positiven
Ergebnisse des PEP-Trainings mit dem Hinweis, dass
Balletttänzerinnen kaum Kreuzbandrisse aufweisen, obwohl
sie ständig springen. Grund dafür: eine optimale
Sprungtechnik.
Bild: Mit dem richtigen Training
bleiben die Kreuzbänder heil; © obs/Siemens
MEDICA.de; Quelle: 70. Jahreskongress der American Academy of
Orthopaedic Surgeons 2003, New Orleans
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Der Mikro-Mental-Test tut
es auch |
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12/02/2003
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Der
Mikro-Mental-Test zeigt im ambulanten Bereich eine
Spezifität, Sensitivität und Reliabilität bezüglich der
Erkennung von Demenzerkrankungen, die im Vergleich zum
Mini-Mental-State durchaus befriedigend
sind.
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Im ambulanten Bereich bleiben
demenzielle Syndrome oft unerkannt. Der
Mikro-Mental-Test ist ein in Kurzverfahren zum Screening
bei Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung. Er wurde
in Anlehnung an die Mini-Mental-Status-Untersuchung
(MMSE) entwickelt. In einer Studie wurden die
Reliabilität und die diagnostische Validität einer
deutschsprachigen Version (Mikro-Mental-Test)
untersucht.
20 stationäre gerontopsychiatrische
Patienten (mittleres Alter 74,8 Jahre), 55 Patienten
einer Gedächtnissprechstunde (mittleres Alter 71,9
Jahre) und 27 gesunde ältere Kontrollpersonen (mittleres
Alter 68,5 Jahre) wurden mittels der MMSE und des
Mikro-Mental-Tests untersucht. Als Außenkriterium diente
die Diagnose nach ICD-10. Die Durchführung des
Mikro-Mental-Tests dauerte im Mittel acht Minuten, für
die MMSE wurden durchschnittlich 15 Minuten benötigt.
Testwiederholungsanalysen zeigten eine befriedigende
Reliabilität. Analysen der Sensitivität und Spezifität
ergaben für den Mikro-Mental-Test Parameter
diagnostischer Güte, die mit der MMSE vergleichbar sind.
Für den ambulanten Bereich stellt der Mikro-Mental-Test
aufgrund seiner Kürze und seiner diagnostischen Güte ein
geeignetes Instrument zum Demenzscreening dar.
Buchtipp: Den Mini-Mental-State und
andere Testmethoden zur Diagnostizierung beschreibt das
Buch "Demenzen", das in der zweiten Auflage erschienen
ist. Natürlich ist auch das große Feld der Pathologie
und Therapie dieses Erkrankungsbildes abgehandelt. Viel
Raum haben die Autoren den pflegerischen, ethischen und
rechtlichen Aspekten der Behandlung Demenzkranker
eingeräumt. Zum umfassenden Ansatz des Buches gehört
auch eine ausführliche Liste von Selbsthilfegruppen. Das
Buch zeigt in seiner Gliederung ein angenehmes
Druckbild; mit unterlegten Merksätzen und zahlreichen
Tabellen und Schemata.
Demenzen; 2.
aktualisierte und erweiterte Auflage, Thieme Verlag
Stuttgart 2003, 162 Seiten mit 29 Abbildungen, ISBN
3-13-107632-1, 39,95 Euro
MEDICA.de; Quelle:
Nervenarzt 2002, Vol. 73, S.
839-844 |
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Hormonersatz schützt
möglicherweise vor Diabetes |
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12/02/2003
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Daten zeigen,
dass die Hormonersatztherapie (Hormone Replacement
Therapy: HRT) möglicherweise bei Frauen mit koronarer
Herzkrankheit das Risiko eines Diabetes mellitus Typ 2
um bis zu 35 Prozent senken
kann.
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| Nimmt sie
Hormone?
?LINE> | 2.763
postmenopausale Frauen mit koronarer Herzkrankheit
nahmen an 20 amerikanischen Zentren an einer klinisch
kontrollierten Studie teil, die den Einfluss der HRT auf
den Nüchtern-Blutzuckerwert sowie die Diabetes-Inzidenz
aufzeigen sollte. Zu Beginn der Studie waren 734 Frauen
an Diabetes erkrankt. Alle Frauen erhielten über einen
Zeitraum von durchschnittlich 4,1 Jahren entweder 0,625
Milligramm konjugiertes Östrogen sowie 2,5 Milligramm
Progesteron pro Tag – oder Placebo. Zu Beginn der
Studie, nach einem Jahr und am Ende der Studie wurde der
Nüchtern-Blutzuckerwert gemessen. Das neue Auftreten
eines Diabetes mellitus wurde definiert durch das
Auftreten von Diabetes-Komplikationen oder
Nüchtern-Blutzuckerwerte von mehr als 6,9 mmol/l (mehr
als 126 mg/dl) oder den Beginn einer Therapie mit
Antidiabetika.
Innerhalb des
Beobachtungszeitraums stieg der Nüchtern-Blutzuckerwert
bei Frauen unter Placebo signifikant an, veränderte sich
bei den Frauen unter HRT jedoch nicht. Die Inzidenz
eines Diabetes betrug in der Placebo-Gruppe 9,5 Prozent
versus 6,2 Prozent in der HRT-Gruppe (p=0.006). Rein
rechnerisch müssen 30 Frauen mit HRT behandelt werden,
um einen Fall von Diabetes mellitus zu vermeiden.
Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse wollen die
Studienautoren die Hormonersatztherapie nicht generell
zur Sekundärprophylaxe von Herz-Kreislauferkrankungen
empfehlen. Dazu sei die Datenlage noch zu dünn,
schreiben sie. Dem steht auch das möglicherweise erhöhte
Mamma-Karzinom-Risiko unter HRT entgegen.
Bild:
Wenn Sie Hormone nimmt, bleibt sie vielleicht von
Diabetes verschont; ©: PictureDisk/Keith Brofsky
MEDICA.de; Quelle: Annals of Internal Medicine 2002, Vol.
138, S. 1-9
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Niedrige Sexualhormone
machen prämenopausalen Frauen zu schaffen |
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11/02/2003
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Hypothalamische
Hypoöstrogenämie ist nach einer neuen Studie bei
prämenopausalen Frauen ein Risikofaktor für die Koronare
Herzkrankheit (KHK).
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Bei 95 Frauen in der Prämenopause, die
an der "Women’s Ischemia Syndrome
Evaluation"(WISE)-Studie des US-amerikanischen National
Heart, Lung, and Blood Institute teilnahmen, wurden in
verschiedenen Speziallabors die Blutspiegel an
Sexualhormonen bestimmt. Außerdem untersuchte man
angiographisch, ob eine Koronare Herzkrankheit vorlag.
Prämenopausale Frauen mit einer angiographisch
nachweisbaren Koronaren Herzkrankheit (13 der 95 Frauen)
hatten signifikant niedrigere Spiegel an Östrogen,
biologisch verfügbarem Östrogen und
Follikel-stimulierendem Hormon (FSH; für alle: p kleiner
0.05) als Frauen ohne KHK. Hypothalamische
Hypoöstrogenämie (Östradiolspiegel kleiner 184pmol/l,
FSH kleiner 10 IU/l, LH kleiner 10 IU/l) war unter den
prämenopausalen Frauen mit KHK signifikant häufiger als
bei den Frauen ohne angiographisch nachweisbare KHK (69
Prozent versus 29 Prozent, p kleiner 0.01).
Hypothalamische Hypoöstrogenämie war der wichtigste
Prädiktor einer angiographisch nachweisbaren KHK (p
kleiner 0.008) Die regelmäßige Einnahme anxiolytischer,
beziehungsweise hypnotischer oder antidepressiver
Medikation waren ein unabhängiger Vorhersagewert für
eine hypothalamische Hypoöstrogenämie.
Nicht
überraschend war ein Diabetes mellitus in der Gruppe der
prämenopausalen Frauen mit KHK häufiger als in der
Gruppe der Frauen ohne KHK. Solche Frauen haben zudem
mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine
hypothalamische Hypoöstrogenämie. Dies könnte erklären,
warum Diabetikerinnen ein vergleichsweise höheres
kardiales Risiko haben als Männer.
MEDICA.de;
Quelle: Journal of the American College of
Cardiology 2003, Vol. 41, S.
413-419 |
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Antioxidantien stärken
die Abwehr |
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11/02/2003
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Einiges spricht
dafür, schwer kranken Patienten Antioxidantien
zuzugeben.
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| Sind auch
Antioxidantien drin?
?LINE> | Nutzen
Antioxidantien schwer kranken chirurgischen Patienten?
Diese Frage stellte sich eine US-amerikanische Studie
der University of Washington in Seattle. 595 Patienten
aus dem allgemeinchirurgischen (neun Prozent) und
traumatologischen Bereich (91 Prozent) nahmen daran
teil. Randomisiert erhielten sie entweder Antioxidantien
(Alpha-Tocopherol und Vitamin C) oder eine
Standardtherapie. Aus ethischen Gründen erhielten auch
Patienten der Kontrollgruppe mit ihrer enteralen Nahrung
Vitamin-Supplemente, jedoch in weit geringerer
Dosierung. Oxidativen Stress hat man mit der Entwicklung
eines akuten respiratorischen Ereignisses (Acute
Respiratory Distress Syndrome: ARDS) und dem
Multiorganversagen in Verbindung gebracht.
Studienendpunkte waren daher die pulmonale Morbidität
(kombiniertes Risiko aus ARDS und nosokomialer
Infektion) und multiples Organversagen (MOV). Außerdem
steigern schwindende Antioxidantien-Reserven im Körper
die Anfälligkeit für Infektionen.
Die Patienten,
denen man Antioxidantien zugab, hatten ein deutlich
erniedrigtes Risiko für pulmonale Morbidität (relatives
Risiko: 0,81). Auch Multiorganversagen war in dieser
Patientengruppe deutlich seltener (relatives Risiko:
0.43). Generell blieben solche Patienten kürzer
beatmungspflichtig und konnten früher aus der
Intensivstation entlassen werden als Patienten mit
normaler Antioxidantiendosis. Dieses Ergebnis spricht
für die Anwendung hoch dosierten Alpha-Tocopherols und
der Ascorbinsäure bei schwer kranken chirurgischen und
Intensivpatienten.
Allerdings konnte die
Antioxidantiengabe die Gesamtdauer des
Krankenhausaufenthaltes nicht verkürzen. Eine deutliche
Schwäche der Studie ist zudem die Tatsache, dass die
Ärzte nicht verblindet waren. Sie wussten also, welcher
der Patienten Antioxidantien bekam, und welcher nicht.
Bild: Mit zugesetzten Antioxidantien könnte es
dem Patienten wahrscheinlich noch besser helfen; ©
PictureDisk/Keith Brofsky
MEDICA.de; Quelle: Annals of Surgery 2002, Vol. 236, S.
814-822
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Fortschreiten der
Alzheimerkrankheit erfolgreich abgebildet |
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11/02/2003
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Forscher aus
Australien und den USA haben hochauflösende Abbildungen
erzeugt, die zeigen, wie der Gewebeverlust in den
Gehirnen von Alzheimerpatienten
voranschreitet.
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© University
of California, Los Angeles
?LINE> | Die
Darstellungen helfen, den Verlauf der Krankheit zu
verstehen und Behandlungs-erfolge abzubilden. Die
Wissenschaftler der University of Queensland und der
University of California at Los Angeles (UCLA) fanden
heraus, dass der Verlust grauer Substanz sich mit der
Zeit von den Gedächtnis- und Sprachbereichen des Gehirns
auf die vorderen und weiter hinten gelegenen Regionen
ausbreitete. Gehirnbereiche, die an
motorisch-sensorischen Funktionen beteiligt sind,
blieben dagegen weitestgehend verschont, insgesamt war
der voranschreitende Gewebeverlust in der linken
Gehirnhälfte größer als in der rechten.
Die
neuartigen Abbildungsmethoden, die in der Studie
eingesetzt wurden, können gegenüber traditionellen
Methoden voraussichtlich als geeigneter biologischer
Indikator bei klinischen Versuchen zu neuen Behandlungen
fungieren.
Die australischen Wissenschaftler
lieferten hochauflösende Kernspintomographie-Daten von
Alzheimerpatienten und normalen älteren Personen. Aus
diesen Ergebnisse erzeugten Forscher der UCLA
farbkodierte Abbildungen, die den degenerativen Ablauf
der Alzheimerkrankheit aufzeigten, wobei sie feststellen
konnten, dass das Voranschreiten des Verlusts grauer
Substanz stark mit dem zunehmenden Verlust kognitiver
Funktionen korrelierte.
Paul Thompson, Professor
für Neurologie an der UCLA, entwickelte die neuen
Hirnabbildungsmethoden und wandte diese auf die
Kernspintomographie-Daten an. „Diese Arbeit birgt enorme
Hoffnungen, jene genetischen und intervenierenden
Faktoren aufzudecken und zu verstehen, die das
Voranschreiten der Krankheit beeinflussen," kommentiert
er die Forschungsergebnisse.
Die Ergebnisse
erschienen in der Februar-Ausgabe des Magazins
Neuroscience.
MEDICA.de, Quellen: Australischer Hochschulverbund IDP /
Institut Ranke-Heinemann , University of
California at Los Angeles
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Vitamin A macht den
Knochen brüchig |
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10/02/2003
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Ein hoher Vitamin
A-Spiegel erhöht das Risiko für Knochenfrakturen, vor
allem
Oberschenkelhalsbrüche.
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Epidemiologische und Studien am
Tiermodell haben den Verdacht geweckt, dass eine hohe
Einnahme von Vitamin A das Risiko für Knochenfrakturen
erhöht, indem Vitamin A den Neuaufbau von Knochen
behindert. Bislang wurden aber keine biologischen Marker
des Vitamin-A-Status gefunden, welche einen Hinweis auf
das Frakturrisiko geben könnten.
Daten kommen
nun von einer prospektiven Studie der Universität
Uppsala, Schweden, mit 2.322 Männern zwischen 49 und 51
Jahren. Zu Studienbeginn untersuchte man deren
Serum-Retinol- und Beta-Karotin-Spiegel. Im Laufe des
30-jährigen Follow-Up traten bei 266 Männern Frakturen
auf. Eine Analyse des Zusammenhangs zwischen
Serum-Retinol-Spiegel und Frakturhäufigkeit ergab: Das
Frakturrisiko war bei jenen Männern am höchsten, welche
die höchsten Serum-Retinol-Spiegel aufwiesen. Für Männer
in der höchsten Quintile des Serum-Retinol-Spiegels
(größer 75,62 Mikrogramm/Deziliter) war das Risiko für
irgendeine Fraktur im Vergleich zu Männern in der
mittleren Quintile (62,16 Mikrogramm/Deziliter) um 64
Prozent erhöht. Und in Bezug auf Oberschenkelhalsbrüche
lag die Risikoerhöhung sogar bei 147 Prozent. Lag der
ursprüngliche Serum-Retinol-Spiegel bei mindestens
103,12 Mikroramm/Deziliter, war das Risiko im Vergleich
zu den Männern mit geringeren Serum-Retinol-Spiegeln
sogar um das siebenfache erhöht. Der Spiegel des
Beta-Karotins, eines Vorläufers des Vitamin A, zeigte
keinerlei Einfluss auf die Frakturhäufigkeit.
Vor diesem Hintergrund fordern die
Studienautoren, Ernährungsempfehlungen und die weit
verbreitete Praxis, Nahrungsmitteln Vitamin A zuzusetzen
sowie die Zusammensetzung von Multivitaminpräparaten
kritisch zu überdenken.
MEDICA.de; Quelle: New England
Journal of Medicine 2003, Vol. 348, S.
287-294 |
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Viele Intensivpatienten
kommen wieder auf die Beine |
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10/02/2003
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Patienten, die
auf einer Intensivstation gelegen haben, erfreuen sich
drei Monate nach Entlassung in der Regel einer
deutlichen Verbesserung ihres Gesundheitszustandes, so
dass sie wieder ihren Alltag meisten
können.
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| Das wird
wieder! ?LINE> | Dr
Stephen Matchett vom Lehigh Valley Hospital and Health
Network in Allentown, USA, berichtete von einer
Untersuchung mit 103 Patienten. Alle hatten vor ihrer
Einlieferung ins Krankenhaus zu Hause völlig unabhängig
gelebt und sich alleine versorgen können. In der Klinik
lagen sie mindestens 24 Stunden lang auf der
Intensivstation. Zum Zeitpunkt der Entlassung der
Patienten aus dem Krankenhaus und 90 Tage später wurden
sie mit Hilfe des Functional Independence Measure (FIM)
untersucht, um den funktionellen Status zu erheben. Den
Grad der Alltagsfunktionalität der Patienten ermittelten
die Untersucher mit dem gleichen Fragebogen. Die
Patienten wurden gebeten, ihn auszufüllen.
Der
Punktwert vor der Einlieferung ins Krankenhaus belief
sich auf durchschnittlich 120,68. Zum Zeitpunkt der
Entlassung aus dem Krankenhaus lag er bei 75,3, erholte
sich aber bis 90 Tage nach der Entlassung wieder auf
112,6 Punkte (p kleiner 0.05).
Insgesamt zeigen
diese Ergebnisse, dass ehemalige Intensivpatienten zum
Zeitpunkt ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus in ihrer
Alltagsfunktionalität mäßig eingeschränkt sind, sich im
Laufe von 90 Tagen aber so weit erholen können, dass sie
ihren Alltag wieder alleine zu meistern in der Lage
sind.
Allerdings hatten sich 45 Prozent der
Patienten, die dazu in der Lage gewesen wären, geweigert
an der Untersuchung teilzunehmen. Weitere 20 Prozent der
Studienteilnehmer beendeten die Untersuchung nicht. Es
ist also nicht auszuschließen, dass sich bei dieser
Studie ein Selektionseffekt ergeben hat und nur
besonders starke Persönlichkeiten bereit waren, bis zum
Ende Auskunft zu geben.
Bild: Nach der
Entlassung aus der Intensivstation können die meisten
Patienten wieder ihren Alltag meistern.; ©
PictureDisk/Keith Brofsky
MEDICA.de; Quelle: 32. Kongress der Society of Critical Care
Medicine 2003
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Tamoxifen und Raloxifen
können dem Mammakarzinom vorbeugen. |
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09/02/2003
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Tamoxifen kann
offenbar nicht nur zur Therapie des Mammakarzinoms
eingesetzt werden, sondern auch zur Prophylaxe bei
Hochrisiko-Patientinnen.
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Das zeigt eine Meta-Analyse von fünf
Studien, in denen bei insgesamt mehr als 40.000 Frauen
Tamoxifen oder Raloxifen gegen Placebo zur Prophylaxe
des Mammakarzinoms eingesetzt wurde. Insgesamt ergab
sich unter Tamoxifen bezüglich des Mammakarzinoms eine
Risikoreduktion um 38 Prozent (p kleiner 0.0001). Dies
gilt aber offenbar nur für Östrogen-Rezeptor-positive
(ER+)-Tumoren, bei denen sich eine Risikoreduktion um 48
Prozent errechnete (p kleiner 0.0001), während
Östrogen-Rezeptor-negative (ER-)-Tumoren von der
prophylaktischen Tamoxifengabe unbeeinflusst blieben.
Das Alter hatte keinen nennenswerten Einfluss auf das
Ergebnis. Allerdings erhöhte sich unter Tamoxifen die
Rate der Endometrium-Karzinome signifikant (relatives
Risiko: 2,4; p gleich 0.0005).
Raloxifen dagegen
birgt dieses Risiko nicht. Dieser Wirkstoff kann die
Inzidenz des Mammakarzinoms möglicherweise noch stärker
senken als Tamoxifen. Die Rate an venösen
Thromboembolien erhöht sich unter Tamoxifen wie auch
Raloxifen (relatives Risiko: 1,9; p kleiner 0.0001). Die
Gesamtmortalität außerhalb der Mammakarzinome blieb
unter beiden Wirkstoffen unbeeinflusst.
Dies
zeigt nach Ansicht der Studienautoren deutlich, dass
Tamoxifen das Risiko für ein ER+-Mammakarzinom deutlich
senken kann. Dennoch wollen die Autoren den Wirkstoff
nicht grundsätzlich für die Prophylaxe empfehlen, außer
bei bestimmten Gruppen von Frauen mit stark erhöhtem
Risiko. Welche Gruppen dies seien, müssten weitere
Studien zeigen. Bezüglich der unerwünschten
Nebenwirkungen schlagen die Autoren eine geringere Dosis
oder den Einsatz von Acetylsalicylsäure vor.
MEDICA.de; Quelle: Lancet 2003, Vol. 361, S.
296-300 |
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