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07.02.2003 Neue Möglichkeit klinischer Versuche
bei Alzheimer
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Wissenschaftler
haben das Fortschreiten der Alzheimerkrankheit erfolgreich
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(Brisbane) - Forscher
von der University of Queensland (UQ) in Brisbane und der University
of California at Los Angeles (UCLA) haben hochauflösende Abbildungen
erzeugt, die das dynamische Voranschreiten des Gewebeverlusts in den
Gehirnen von Alzheimerpatienten darstellen.
Die Ergebnisse,
in der Februar-Ausgabe des Magazins Neuroscience veröffentlicht und
auf dessen Titelseite hervorgehoben, zeigen auf, wie sich Alzheimer,
verglichen mit dem normalen Alterungsprozess, fortschreitend im
Gehirn ausbreitet.
Die gewonnenen Informationen sind
entscheidend, um den Verlauf der Krankheit zu verstehen und
Behandlungserfolge entsprechend abbilden zu können. Die Forscher der
UQ und der UCLA fanden heraus, dass der Verlust grauer Substanz,
welcher mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird, sich mit der
Zeit von den Gedächtnis- und Sprachbereichen des Gehirns auf die
vorderen und weiter hinten gelegenen Regionen ausbreitete.
Gehirnbereiche, die an motorisch-sensorischen Funktionen beteiligt
sind, blieben dagegen weitestgehend verschont. Darüber hinaus wurde
festgestellt, dass der voranschreitende Gewebeverlust in der linken
Gehirnhälfte größer war als in der rechten.
Die neuartigen
Abbildungsmethoden, die in der Studie eingesetzt wurden, können
gegenüber traditionellen Methoden voraussichtlich als geeigneter
biologischer Indikator bei klinischen Versuchen zu neuen
Behandlungen fungieren.
Die Forscher der UQ setzten die
Kernspintomographie-Technologie ein, um Alzheimerpatienten und
normale ältere Personen in sub-millimetergenauer räumlicher
Auflösung zu scannen. Unter Verwendung von Supercomputern erzeugten
Forscher der UCLA farbkodierte Abbildungen, die den degenerativen
Ablauf der Alzheimerkrankheit aufzeigten. Das Voranschreiten des
Verlusts grauer Substanz korrelierte stark mit dem zunehmenden
Verlust kognitiver Funktionen, was ein Schlüsselmerkmal der
Krankheit ist.
«Während neue Behandlungs- und
Diagnosemethoden für Alzheimer ständig entwickelt und mit
variierendem Erfolg getestet werden, bleiben die Anwendung hoch
entwickelter Kernspintomographien zusammen mit kognitiven Test noch
immer die Standardmethode, um die Muster des Gehirngewebeverlusts
quantitativ sichtbar zu machen, die mit dem Voranschreiten der
Krankheit bei lebenden Patienten verbunden sind,» so Professor David
Doddrell vom Zentrum für Kernspintomographie (Centre for Magnetic
Resonance - CMR) an der UQ.
Paul Thompson, Professor für
Neurologie an der UCLA, entwickelte die neuen Hirnabbildungsmethoden
und wandte diese auf die Kernspintomographie-Daten an. «Die
einzigartigen, qualitativ hochwertigen Längsschnitt-Bilddaten des
CMR haben Schlüsselentwicklungen von Analysemethoden
vorangetrieben, die dem Voranschreiten der Krankheit nachgehen,»
erklärt er.
«In unserer bisherigen Zusammenarbeit haben
unsere gemeinsamen Ausarbeitungen gezeigt, dass es möglich ist, die
zeitliche Dynamik von Alzheimer als Defizitausbreitung im Gehirn
darzustellen.Diese Arbeit birgt enorme Hoffnungen, jene genetischen
und intervenierenden Faktoren aufzudecken und zu verstehen, die das
Voranschreiten der Krankheit beeinflussen.»
Mehr zum Thema
Alzheimer finden Sie hier.
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Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
(idw)/Australischer Hochschulverbund IDP Education
Australia
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