Der
Preis zur Förderung der pharmakologischen Forschung wird
2005 zum 15. Mal verliehen. Die Serie stellt die bisherigen Preisträger
vor: Eine Chronik des Fortschritts.
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Krebs:
Verstehen - Behandeln - Besiegen - Vorbeugen - Leben.
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der Schmerz nicht chronisch wird! Schmerz-Therapeuten berichten aus
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Ausmaß der Hirnschäden ist Marker für Schwächung des Immunsystems bei Aids
NEU-ISENBURG (gwa). Fast jeder zweite Patient mit Aids hat neurologische
Symptome. Forscher aus Los Angeles und Pittsburgh haben jetzt mittels Magnetresonanz-Tomographie
(MRT) erstmals bei lebenden Patienten belegt, daß die Hirnrinde etwa parietal
und frontal bis zu 15 Prozent dünner ist als bei Gesunden.
3D-MRT-Bilder
vom Gehirn eines Aids-Kranken. Rot bedeutet starker Schaden, blau Normalbefund.
Foto: Thompson / PNAS
Und: Die Kollegen stellten fest, daß das Ausmaß der Hirnschäden
ein Indiz für eine zunehmende Schwächung des Immunsystems ist (PNAS
online vorab).
Man weiß, daß HIV in das Gehirn eindringt, sich dort aber nicht
vermehrt. Es sind HIV-spezifische Proteine, die die Hirnrinde
schrumpfen lassen.
Die Forscher um Dr. Paul M. Thompson erstellten bei 26 Patienten mit Aids und
14 Gesunden mittels MRT 3D-Bilder vom Gehirn. Dann ermittelten sie per Computer-Programm
die Dicke der Hirnrinde. Dabei stellten sie fest, daß bei den Aids-Kranken
im Vergleich zu Gesunden die Rinde zum Beispiel in dem Bereich dünner war,
in dem das Sprachzentrum liegt.
Und: Es war egal, ob die Patienten eine hochaktive antiretrovirale Therapie
(HAART) erhielten (13 der 26 Aids-Patienten) oder nicht - die Hirnschäden
waren ähnlich stark ausgeprägt. Daraus schließen die Kollegen,
daß HIV - und nicht die Medikamente - das Gehirn schädigen. Außerdem:
Je geringer die Zahl der CD4+-T-Zellen, ein Immun-Marker, war, desto
ausgeprägter waren Hirnrinden-Schäden.