Gehirnkarte zu Gen-Effekt
LOS ANGELES (ple). Neurologen in den USA und Finnland ist es erstmals
gelungen, den genetischen Einfluß auf die Gehirnentwicklung sichtbar zu
machen. Die Arbeitsgruppe um Dr. Paul M. Thompson von der UCLA School of Medicine
in Los Angeles verglichen dazu die mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT)
gewonnenen Gehirn-Daten von zehn eineiigen und zehn zweieiigen Zwillingspaaren.
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| Magnetresonanztomographie
des Gehirns: Die farblich kodierten Daten von jeweils zehn Zwillingspaaren
belegen, daß eineiige Zwillinge in bestimmten Hirnregionen gleich
viel graue Zellen haben. |
Die Ergebnisse werden in der Dezember-Ausgabe von "Nature Neuroscience"
veröffentlicht und sind bereits online publiziert.
An den MRT-Aufnahmen ist zum Beispiel zu erkennen, daß es zwischen eineiigen
Zwillingen in jenen Kortex-Arealen keinen Unterschied gibt, die für die
Verarbeitung von Sprache oder für Intelligenz zuständig sind. Thompson:
"Wir waren erstaunt zu sehen, wie stark doch die Menge an grauer Masse
im frontalen Kortex vererbt wird."